Mittwoch, 5. Juli 2017

Monet, Manet, MUC: Wenn Impressionisten erzählen | Einladung zu #impressMUC

Digitale Geschichten aus dem analogen Atelier der Impressionisten: Einladung zum Tweetup #impressMUC am 12. Juli 2017, um 18:30 in der Neuen Pinakothek.

Édouard Manet: Die Barke, 1874
Der Sommer ist auch in München angekommen.
Und wie schon vor vielen Jahren bei den Impressionisten, als Manet sich in seine Barke setzte, um der stickigen Luft seines Ateliers zu entkommen, treibt es auch im Moment alle Münchner an die Flüsse und Seen der Region. Ob zum Arbeiten, Lesen oder für Freizeitaktivitäten im Sommer verbringt man seine Zeit im Freien! Dem war nicht immer so! Bis sich die Impressionisten ihre Staffeleien packten und nach draußen zogen, war es ganz und gar nicht üblich für Künstler, im Freien zu Arbeiten!

Wie Monet von der Kühle der Seen, der Sinnlichkeit der Seerosen sowie dem Licht- und Schattenspiel der Sommersonne angezogen wurde und was ihn dabei mit Manet und van Gogh verbindet, wollen wir von #impressMUC am 12. Juli 2017, um 18:30 in den Räumlichkeiten der Neuen Pinakothek thematisieren. 

10 Teilnehmer für das Tweetup #impressMUC gesucht!

Um auch Kultur- und Kunstinteressierte am Eisbach und Flaucher zu erreichen, rufen wir 10 Freiwillige dazu auf, unsere Geschichten rund um den Hashtag #impressMUC mit uns in den digitalen Raum zu tragen. Neugierig? Dann melde Dich bitte bis zum 9.7.17 unter impressMUC@web.de an. Falls vorhanden, schreibe Deine Blog-URL, Twitternamen, Social-Media-Accounts in die Mail. 
Gibt es mehr Anmeldungen als Plätze zur Verfügung stehen, werden wir unter den Anmeldern auslosen! Wir informieren die Teilnehmer zum Tweetwalk ab dem 10.7.2017 per E-Mail.

Wer wir sind, erzählen wir Euch in: Digitales Storytelling im Museum - Wir stellen uns und den #impressMUC vor

Fakten zu #impressMUC

Wann: 12.7.2017 um 18:30
Wo: Neue Pinakothek, Barer Str. 29, 80799 München
Treffpunkt: Kasse Neue Pinakothek, um 18:15
Hashtag: #impressMUC
Anmeldung erforderlich unter E-Mail: impressmuc@web.de
Eintritt frei für Teilnehmer von #impressMUC
Posted on 10:20 | Categories:

Montag, 12. Juni 2017

Digitales Storytelling im Museum - Wir stellen uns und den #impressMUC vor

Ein harmonisches Farbspiel aus Blau, Grün und Rosa berührt unsere Sinne. Je mehr Zeit wir uns lassen, desto genauer offenbart sich uns die Szene, in der wir uns befinden. Unser Blick fällt auf ein ruhiges Gewässer. Große Blätter und vereinzelte zarte Blüten treiben vor sich hin. Das einfallende Licht eröffnet uns den Anblick einer Weide, die sich schützend über den Weiher legt und sich idyllisch in der Wasseroberfläche spiegelt.
Wir befinden uns in Frankreich. Monet sitzt an seinem privaten Seerosenteich und gibt sich den Eindrücken der Natur hin. Akribisch versucht er, den Moment in seiner vollen Schönheit einzufangen. Diese mystische Stimmung des Augenblicks ist es, die uns als Betrachter staunen lässt.
                                                                                          © Bayerische Staatsgemäldesammlungen 
                                                                                                           www.pinakothek.de 

Wir sind die Übung „Digitales Storytelling im Museum – wie geht das?“ aus dem Bereich Kunstgeschichte der LMU unter der Leitung von Tanja Praske.

Unser Ziel? Ganz einfach

Wir wollen zeigen, wie beeindruckend die Sammlung der neuen Pinakothek und vor allem der Impressionismus ist. Die Idee des Projektes ist es nicht, einer festen Idee zu folgen, sondern im Team zu experimentieren, gemeinsam Vorschläge zu diskutieren und gezielt umzusetzen, um schließlich eine gemeinsame digitale Geschichte zu erzählen.

#impressMUC– München beeindrucken

Mit dieser Vision wollen wir die Impressionisten in digitale Sphären bringen. Über Medien, wie Twitter, Facebook, Instagram und Co. versuchen wir, unseren #impressMUC mit Leben zu füllen. In den nächsten Wochen werden zahlreiche Blogposts verfassen, gifs erstellen, Interviews führen und vieles mehr. Als krönenden Abschluss werden wir am 12.07 um 18:15 ein endgültiges Werkstattgespräch in der neuen Pinakothek führen.

Warum beschäftigen wir uns mit der social media Welt überhaupt?

Heutzutage ist es doch selbstverständlich, auf den sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Muss man dafür wirklich eine Übung anbieten? – Die Antwort lautet definitiv JA! Denn was wir gerne mal vergessen: Privat sind für die meisten von uns Messenger, wie Facebook, Instagram und Whatsapp schon lange nicht mehr wegzudenken. Hier posten wir Urlaubsfotos, stehen immer mit Freunden in Kontakt und können jederzeit unsere neuesten Shoppingerrungenschaften mit der Welt teilen.
ABER: Vor allem für den Kulturbereich wird die Breitenwirkung der sozialen Netzwerke immer wichtiger, um über neue Projekte zu informieren und bei potentiellen Besuchern Interesse zu wecken. Deshalb ist auch für uns als angehende Kunsthistoriker wichtig, die Social-Media-Portale auf beruflicher Ebene kennenzulernen, um später in der Welt der Museen, Galerien, Sammlungen etc. bestehen zu können.
Dass sich die private Nutzung von sozialen Medien stark von der professionellen unterscheidet, wird einem erst mit der Planung eines eigenen Projektes bewusst. Hinter Posts und Berichten versteckt sich jede Menge Arbeit, die sorgfältige Planung erfordert. Schnell haben wir feststellen müssen, dass es sehr viel zu beachten gibt.

Im Team müssen wir uns zahlreiche Fragen stellen

Welche digitale Story wollen wir erzählen? Wen wollen wir ansprechen? Wie gelingt es uns, möglichst viel Interesse zu wecken? Bis hin zu: Wie können wir alte Kunstwerke und moderne Medien in Einklang bringen? Auf welchen Foren wollen wir uns präsentieren? Und vor allem: Wie koordinieren wir uns als Team?

Überwindung ist der Schlüssel zum Erfolg

Doch was die größte und eigentlich grundlegendste Hürde für unser Medien-Projekt darstellt und was für Tanja wohl die größte Herausforderung ist: Wie schafft es jeder Einzelne von uns, seinen inneren Schweinehund zu überwindet, um Tweets, Bilder, gifs und vor allem Blogposts mit der Social-Media-Welt zu teilen?


Jetzt bist du dran: Was wünscht du dir von uns bzw. was sollten wir überlegen? Tipps?
Posted on 11:48 | Categories:

Sonntag, 3. Juli 2016

Tweetup #BronzeBreak in der Residenz München - eine Nachlese


Ob sie das schon einmal gesehen haben? Seit mehreren Jahrhunderten überblicken die Bronzeskulpturen der Residenz die Lage in München und haben sich dabei an vieles gewöhnt: erst wischt jeder Sepp den Löwen die Schnauze ab, dann zersetzt der saure Regen ihre feine Oberfläche und dauernd müssen sie als Fotomodell für Touristengruppen herhalten. Aber was sie am Mittag des 27. Juni aus ihren gegossenen Augäpfeln erspähten, ist wohl auch für sie neu. 18 Besucher betraten da die Räume der Residenz und konnten sich gar nicht recht entscheiden, was sie nun anschauen wollten: Statue oder Smartphone, Display oder Patina.

Denn während der Referent des Residenzmuseums Dr. Christian Quaeitzsch der Gruppe vorausging und Wissenswertes zu den Skulpturen erzählte, wurden die Infos direkt über Twitter und weitere soziale Medien mit Interessierten geteilt. Dieses Konzept, auch als Tweetup bezeichnet, wurde von Seminarteilnehmern am kunsthistorischen Institut der LMU vorbereitet und ausgeführt.

Dr. Quaeitzsch vor einer Brunnenfigur
Foto: Tanja Praske


Hashtagpower - Tweetup#BronzeBreak

Zugegeben, ganz einfach ist die Bronzesammlung nicht zu finden. Im Kaiserhof der Residenz befindet sich der Zugang, besonders viel Laufkundschaft findet sich da nicht für die eintrittfreie Ausstellung. Doch gerade diese versteckten Schätze können mit einem Tweetup ohne großen Aufwand der Öffentlichkeit nähergebracht werden. Die Studierenden einigten sich im Voraus auf den Hashtag #BronzeBreak – das Tweetup fand in der Mittagspause statt – und streuten fleißig Brotkrümel in den sozialen Netzwerken.

Ein Trailer  wurde gedreht, Wissenswertes als Appetithäppchen den Followern gereicht. Und die Strategie ging auf, zu den 13 Kunstgeschichtlern gesellten sich noch fünf weitere Twitterer und Blogger. Auch sie gingen bei der Tour mit und berichteten aus erster Hand. Mal schaun', was sie in ihren Blogs berichten werden. Wir halten euch hier auf dem Laufenden. Im Storify TweetUp #Bronzebreak könnt ihr das Tweetup nachlesen.

Bronzen im Fokus der Tweets

Spannendes gab es auch zu berichten: so können die Bronzestatuen nach 400 – 500 Jahren nicht mehr draußen bleiben – der saure Regen des letzten Jahrhunderts hat ihre Haut teils unwiederbringlich zerstört. Auch die Brunnenfigur des Perseus gibt Stoff für spannende Tweets her: So ist die manieristische Körperstellung der figura serpentinata nur für sehr erfahrene Künstler zu bewerkstelligen. Wer hätte gedacht das München im 16. Jahrhundert state-of-the-art im Bronzeguss war?

So bewegte sich die Gruppe weiter in den nächsten Saal, wo Flussgötter und Putten unter stuckverzierter Decke mit imaginärem Wasser planschten. Durch Verwendung des Hashtags #BronzeBreak konnten Twitter User Fragen direkt in die Führung weiterleiten und so praktisch live beantwortet bekommen. Parallel dazu liefen auch Streams auf Periscope und FacebookLive Video.

Über die Spätrenaissance und den Manierismus führte die Ausstellung zu Skulpturen, die mit ihrer Hinwendung zu Motiven wir Sterblichkeit und Altern schon typische Themen des Barock anschneiden. Aber der Münchner Neptun präsentierte, obwohl eindeutig schon im Seniorenalter, immer noch ganz schön Muckis.

Die vier Kardinalstugenden , personifiziert von vier monumentalen Damenstatuen beendete die Führung. Am Schluss standen noch die berühmten Wappenhalter-Löwen Spalier und verabschiedeten die Twitterer.

Die Kardinalstugenden in Frauengestalt
Foto: Tanja Praske

Von wegen Filterblase

Kaum waren die ersten Tweets gesendet, nahm das Ganze ziemlich an Fahrt auf. In den vier Stunden vor, während und nach dem Tweet-Up wurden über 100 Tweets mit dem Hashtag gesendet. 26 Personen beteiligten sich und erreichten damit fast 31.000 weitere Twitteraccounts. 88.000 Impressions, also „Sichtungen“ des Hashtags konnten nach dem Tweet-Up gemessen werden.

Ein beachtliches Ergebnis und eine tolle Werbung für die Ausstellung. Und mitlesen können nicht nur Kunstgeschichtler: Durch die Buchstabenbegrenzung auf Twitter klingen die Fakten und Kuriositäten gleich viel knackiger. Als Abschluss planen die Studierenden jetzt noch einen finalen Trailer – und planen vielleicht schon das nächste Tweetup.

Derweil haben auch die Bronzen den Twitter-Sturm verarbeitet und erste Schritte in die digitale Welt gewagt: Die Putten geben sich neuerdings völlig unbeeindruckt und posieren zukünftig nur noch für Snapchatter und Youtuber. Auch die Flussgötter haben sich inzwischen bei Facebook angemeldet und stalken ihre Kinder. Nur Neptun hat sich noch nicht ganz beruhigt: Zu gerne würde er wissen, wie sein Bizeps mit Instagram-Filter aussieht. 

Neptun mit Muckis
Foto: Tanja Praske


Wem das alles noch nicht reicht, der erfährt grandiose Geschichten im Blog des Residenzmuseums  - einfach lesen!

Wie hat dir das Tweetup #BronzeBreak gefallen? Was war gut? Was wäre zu verbessern? Wir freuen uns über deine Rückmeldung!


Fotos mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung durch die Bayerische Schlösserverwaltung.


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Posted on 16:55 | Categories:

Mittwoch, 15. Juni 2016

TweetUp #BronzeBreak- „Gegossene Schönheit" in der Residenz München

Am 27.6.2016 findet ab 13:00 das TweetUp #BronzeBreak in der Skulpturensammlung der Residenz München statt. Pünktlich zum „lunch break“ führt uns der Referent des Residenzmuseums Dr. Christian Quaeitzsch durch die Ausstellung „Gegossene Schönheit“. Neben StudentInnen der LMU, die das TweetUp organisieren, haben acht weitere Twitterati, Instagrammer, Blogger und Netzaffine die Möglichkeit, sich den über 400 Jahre alten Plastiken vor Ort zu nähern. Zudem ist die Führung im Netz via Hashtag #BronzeBreak nachvollziehbar - wir sind gespannt auf eure Fragen!
© Bayerische Schlösserverwaltung

Hautnah - die Bronzesammlung

Die Bronzesammlung der Residenz München wurde im Dezember 2015 eröffnet und ist der Öffentlichkeit voraussichtlich bis Ende der bayrischen Sommerferien 2016 zugänglich. Im Erdgeschoss des Festsaalbaus der Residenz sind die aufwendig restaurierten, originalen Bronzen der Wittelsbacher Ära aus dem 16. und 17. Jahrhundert ausgestellt. 

Neptun, Tellus Bavarica oder der Wappenhalter Löwe können hautnah erlebt werden. Ihre Gegenüberstellung lädt zum unmittelbaren Vergleich ein. 

Die Münchner Meisterwerke sorgten bereits in ihrer Entstehungszeit für internationale Lobeshymnen. Dies war vor allem der Verdienst ihrer Künstler, den in Florenz ausgebildeten Bronzebildhauern Hubert Gerhard und Carlo di Cesare del Palagio sowie den regionalen Meistern Hans Krumpper und Georg Petel. 

#BronzeBreak - 8 Teilnehmer gesucht

Für unseren TweetUp #BronzeBreak suchen wir 8 Twitterer, Blogger, Instagrammer bzw. Netzaffine, die am 27.06.2016 ab 13 Uhr an dem exklusiven Event mit ihren Smartphones oder Tablets teilnehmen möchten. Anmeldung bitte via Mail an: BronzeBreak2016@googlemail.com.

Dr. Quaeitzsch sorgt für spannenden Gesprächsstoff: Er beleuchtet für uns anhand von sechs Werken verschiedene Aspekte der Bronzen. Dabei geht er auf ihre ikonographischen, stilistischen sowie technischen Besonderheiten ein. Kunstwerke und ihre Geschichte faszinieren, das bezeugen die Artikel von Christian Quaeitzsch im Blog des Residenzmuseums (klarer Lesetipp!). Wir sind deshalb sehr auf seine Ausführungen zur Münchner Bronzekunst gespannt.

Mitmachen im Netz

Damit wir bei diesem einmaligen Event nicht alleine bleiben, wünschen wir uns natürlich rege Teilnahme von euch im Netz. Via Hashtag #BronzeBreak sind alle eingeladen, ihre Gedanken, Fragen und Bilder zu teilen. Wir freuen uns riesig über jeden, der mitmacht und den #BronzeBreak ins Netz weiterführt.

Anmeldung ZUM TWEETUP

#BronzeBreak am 27.06.2016 ab 13:00
Treffpunkt:  Residenz München (12.45 Uhr im Innenhof Residenzstraße 1, 80333 München. Eingang gegenüber der Theatiner Kirche.)
Dauer: ca. 45 Minuten
Hashtag:  #BronzeBreak
Anmeldung: per E-Mail an BronzeBreak2016@googlemail.com.

Hinweis: Da neben den Studenten der LMU nur eine beschränkte Zahl von weiteren Teilnehmern (8) zugelassen ist, bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 23.06.2016 unter der E-Mailadresse: BronzeBreak2016@googlemail.com. Bitte in der Teilnahmeanfrage auch den Twitter-Namen/Social Media Account angeben. Wir informieren dann per Rückantwort, wer zum TweetUp eingeladen wird.

Infos zur Ausstellung: http://www.residenz-muenchen.de/deutsch/aktuell/Flyer_Bronzen.pdf
 Blick hinter die Kulissen des Residenzmuseum auf: http://www.residenz-muenchen-blog.de/
Zum Mitlesen (auch als nicht Twitter Nutzer): http://bronzebreak.tweetwally.com/ 

Initiatoren

Entstanden ist die Idee des TweetUps im Rahmen der Übung „Digitale Kulturvermittlung“ (Tanja Praske) an der LMU München in Kooperation mit dem Seminar „Digitale Museen“ (Prof. Hubertus Kohle). Hier haben die Studenten die Möglichkeit praktische Aspekte der Planung und Durchführung eines TweetUps selbst zu erleben und mitzugestalten.

Wir freuen uns sehr über Deine Unterstützung!

Freitag, 3. Juni 2016

Digitale Strategien für private Akteure des Kunstmarktes

Digitale Strategien für private Akteure des Kunstmarktes


Wieso viele Chancen verpasst werden und warum gerade hier Arbeitsplätze für Studenten der Geisteswissenschaften entstehen.


Was mussten die Galerien in den letzten Jahren nicht alles über sich ergehen lassen. Steuererhöhungen, Uber-Galleries die ihnen die besten Künstler vor der Nase wegschnappten und ein Kommentar vom Kunstkritiker Jerry Saltz, der öffentlich ihren Tod ausruft.

Nun kann man all das als Phänomene des globalen Kunstmarktes abtun, nicht weiter wichtig für kleine bis mittelgroße Galerien, die ihre Sammler kennen und kein Budget für Digitalstrategien haben. Für den Moment mag das stimmen, aber auch für kleine Galerien ist der Kunstmarkt ständig im Wandel – und Tatenlosigkeit im Digitalen könnte sich in naher Zukunft rächen.

In diesem Post soll daher erläutert werden, welche Vorteile eine digitale Strategie bringt und mit welchen Mitteln sie umgesetzt werden kann. Dabei wird ausdrücklich nur ein grober Überblick gezeigt.

Branding und Social Media als Aushängeschild


Eine schöne Visitenkarte ist für jeden Akteur in der Kunstwelt Pflicht. Am besten aus wertigem Papier und mit schön gestanzten Buchstaben. Das aber für ein junges Publikum ein Instagram-Channel mit Fotos von Kunstmessen mehr Eindruck macht, scheint vielen noch nicht ganz klar zu sein. Während in Deutschland die Sorge groß ist, dass Google bis in Schlafzimmer dringt, wird ganz vergessen, dass die Suchmaschine auch ein tolles Schaufenster sein kann. Sorgfältig ausgewählte Tweets und geschmackvolle Instagram-Bilder können als digitale Visitenkarten den Eindruck von Expertise und Erfahrenheit im Kunstmarkt verstärken. Viele Kunstberater führen eine Art digitales Reise-Bilderjournal von den Kunstausstellungen und Messen dieser Welt, auf dem sie ihren neuesten Entdeckungen und damit natürlich auch ihren Geschmack verraten. Damit bedienen sie einerseits eine Narrative des Jetset-Kunstmarktes, können aber auch für den Betrachter ein wichtiger Hinweis sein, ob ein ähnlicher Kunstgeschmack besteht. 
Das Reisetagebuch des Kunstberaters Stefan Simchowitz (https://www.instagram.com/stefansimchowitz/) 

Social Media als Live-Newsletter


Kanäle wie Facebook, Twitter und Instagram bieten durch die Funktion des Teilens von Veranstaltungen, Zeitungsartikeln und Ereignissen eine perfekte Infrastruktur, um einen herkömmlichen E-Mail Newsletter zu ergänzen. Geteilte Beiträge, zum Beispiel Zeitungsartikel über die Galerie erreichen alle Followern zeitnah, und motivieren vielleicht dazu, die aktuelle Ausstellung zu besuchen. Auch können Galerien Neuigkeiten über die von ihnen vertretenen Künstler posten oder Bilder vom Messestand in alle Welt schicken. Diese News können dann durch die Nutzung von Hashtags oder das Tagging von Personen den Follower-Kreis der Galerie verlassen und neue Besucher generieren.
Beispiel für eine hochwertig gestaltete Instagram-Seite einer Galerie: David Zwirner (https://www.instagram.com/stefansimchowitz/)

Bei dem Posten von Bildern beispielsweise auf Instagram sollte darauf geachtet werden, dass eine gute Qualität vorliegt. Pixelige Aufnahmen wirken nicht wertig und können dem Image einer Galerie schaden.

Studierende an die Tastatur (und Kameras)!


Viele internetaffine Studenten sind ja stark der Gefahr ausgesetzt, in der eigenen Blase zu und stecken und über die analogen Alten zu lästern, während diese in ihrer Ahnungslosigkeit nichts davon mitbekommen. Deswegen besteht hier für engagierte Studenten eine Chance, über ein Praktikum hinaus eine Anstellung bei einer Galerie oder Kunstberatung zu bekommen. Mit ein bisschen Eigeninitiative können Social-Media Channels gestartet oder bedient werden. Beachtet man dabei einschlägige Tipps, kann schnell ein anständiges Ergebnis vorgewiesen werden. Auch große Player kochen nur mit Wasser. Eine Spiegelreflexkamera mit Stativ und Mikro kann reichen, Künstler auf Ausstellungen zu porträtieren und damit eine Videoserie zu begründen. Ein kluges Fotomanagement ist der Grundstein, um den Followern mit ästhetischen Bildern Lust auf die nächste Vernissage zu machen.
Der Videochannel der Galerie Victoria Miro zeigt wie ästhetische und ansprechende Videos über Künstler und Ausstellungen gedreht werden können. (http://www.victoria-miro.com/video/)

Bis auf Personalkosten fallen für die Galerien keine weiteren Ausgaben an und mit den bereitgestellten Analytics-Tools der Social-Media Plattformen lassen sich auch skeptische Chefs überzeugen.


Posted on 16:16 | Categories: